Mein Herz ist eine Insel von Anne Sanders

Paperback erschienen im März 2017
ISBN: 978-3-7645-0593-6
Preis: 14,99 Euro
auch erhältlich als eBook
Einzelband
 

Seiten: 384
Genre: Belletristik

Verlag: blanvalet / RandomHouse
Sprache: Deutsch



meinherz isteineinsel
 
Inhalt: Isla Grant ging es schon mal besser. Ohne Wohnung und ohne Job bleibt ihr keine andere Wahl, als nach Hause zurückzukehren, nach Bailevar, eine winzige Insel an der rauen Westküste Schottlands. Und das, obwohl sie kaum Kontakt zu ihrer Familie hat. Als sie auch noch ausgerechnet ihre Jugendliebe Finn wiedertrifft, sind alle unliebsamen Erinnerungen zurück. Ihr einziger Lichtblick ist die alte Dame Shona, die wie keine andere Geschichten erzählt, besonders gern die Legende von der verschwundenen Insel. Doch schon bald erkennt Isla, welch tragisches Geheimnis Shona zu verbergen versucht. Und auch ihre eigene Vergangenheit holt Isla unaufhaltsam ein ...
Quelle: Verlag blanvalet / RandomHouse

Verlagseite des Buches

Meine Meinung: Letztes Jahr war mein ganz großes Highlight Sommer in St. Ives, weshalb ich es natürlich nicht erwarten konnte das neue Buch Mein Herz ist eine Insel von Anne Sanders zu lesen. Als ich das Cover zum ersten Mal gesehen habe, hat das meine Vorfreude nochmal gesteigert, ich finde es einfach nur wunderschön. Es ist maritim und so frisch und sommerlich, was zwar nicht so ganz zu meiner Vorstellung einer schottischen Insel passt, aber dennoch als Schmuckstück im Regal sehr willkommen ist. 

Isla Grant steht vor einem Scherbenhaufen. Nach zehn Jahren trennt sich die 32jährige von ihrem Freund und flüchtet von Edinburgh zurück auf ihre kleine Heimatinsel Bailevar, wo ihr Vater und ihre beiden Brüder leben. Zum ersten Mal nach sechs Jahren, betritt Isla den Boden eines Ortes, an dem sie eigentlich nicht zurück kehren wolle, doch wohin soll sie gehen ohne Job und Wohnung? Im Gegensatz zu ihrem Bruder Will, der Isla mit offenen Armen empfängt, scheint ihr Vater wenig erfreut seine Tochter wieder zu sehen. Der brummige Fischer wirkt abweisend und schroff, was sich jedoch erklärt, je mehr man über die Familien-Geschichte der Grants erfährt. Islas Mutter Caitriona hat die Insel vor Jahren verlassen und ihren Mann mit den noch kleinen Kindern zurück gelassen. Isla ist ihr mit den roten Haaren und der blassen Haut wie aus dem Gesicht geschnitten.

Auf Bailevar lebt auch Finn, die Jugendliebe von Isla, der inzwischen ein sehr angesagtes Restaurant führt, das viele Touristen für Tagesausflüge auf die ansonsten karge und eher unbelebte Insel lockt. Ihm zu begegnen, damit hat Isla nicht gerechnet. Finn hat bis vor einiger Zeit in einem Restaurant in London als Koch gearbeitet, dass er inzwischen zurückgekehrt ist, davon hat sie nichts mitbekommen. Wie auch, wo sie nahezu alle Verbindungen zu ihrer Heimat gekappt hatte.

Ein weiterer, erfrischend toller Charakter ist Shona. Die alte Dame geht stramm auf die 90 zu, ist aber noch sehr quirlig und vertritt recht moderne Ansichten. Zu ihr hatte Isla immer ein gutes und enges Verhältnis, und so ist es kaum verwunderlich, dass die zwei Frauen bald aufeinander treffen. Shona gibt der Geschichte eine interessante und liebenswerte Facette, aber auch ihre eigene Geschichte wird dramatische und einschneidende Wendungen nehmen.

Es dauert nicht lange, bis Isla und Finn aufeinander treffen und als Leserin hab ich schnell gespürt, dass die alten Gefühle noch vorhanden sind und es knistert. Doch Isla ist ein sturer und anstrengender Charakter, zum Einen kann sie sich eine Zukunft auf der Insel, auf der sie damals geflüchtet ist, weil sie sich eingeengt gefühlt hat, gar nicht vorstellen, und zum Anderen hat Finn eine Freundin. 

Ich bin ein bisschen zwiegespalten, was dieses Buch angeht. Es hat mir gefallen, Anne Sanders schreibt so wunderbar leicht und lebhaft, dass ich mir den fiktiven Ort des Geschehens, die schottische Insel Bailvevar, sehr gut vorstellen konnte. Für mich ein traumhafter Ort: tolle Natur, das Meer, alles etwas ruppig und liebevoll verschrobene Einwohner. Schon deshalb konnte ich mich leider so gar nicht mit Isla identifizieren, denn sie steht ihrer Heimat recht abweisend gegenüber und wollte eigentlich nie dorthin zurück kehren. Ich kann nicht sagen, dass ich sie so gar nicht mag, aber ihre unnahbare und etwas schwierige Art hat es mir schwer gemacht, sie wirklich ins Herz zu schließen. Da hatte es Finn eindeutig leichter bei mir, ihn konnte ich schnell als richtigen Traumtypen vorstellen und hatte zwischenzeitlich den Gedanken, dass Isla ihn gar nicht verdient. 

Die Geschichte hat ein paar spannende und interessante Nebenstränge, nach und nach habe ich von den Gründen für die abweisende Art von Islas Vater erfahren, und was hinter dem frühen Verschwinden von Caitriona steckt. Einen besonders dramatischen Verlauf nimmt Shonas Leben, die alte Frau muss sich ihrer Vergangenheit stellen, die ein großes und trauriges Geheimnis verbirgt. 

Mein Herz ist eine Insel hat mich wieder gut unterhalten, aber nicht gänzlich in seinen Bann ziehen können, dafür hat mir Isla als wichtigste Figur der Geschichte nicht gut genug gefallen. Ich konnte mich nicht richtig in sie hinein versetzen und sie ist mir nicht nah gekommen. 

Trotzdem kann ich das Buch empfehlen, es lässt sich flüssig lesen und entführt an die wunderschöne schottische Küste. Eine Familien- und Liebesgeschichte mit Spannung und vielen Geheimnissen. Ich freu mich schon jetzt auf ein weiteres Buch der tollen Autorin, die ich erst kürzlich für mich entdeckt habe. 

4star


Vielen Dank für das schöne Rezensionsexemplar!
randomhouse
 

Dark Mafia Prince von Annika Martin

ebook erschienen im April 2017
ISBN: 978-3-7363-0522-9
Preis: 4,99 Euro

Teil einer Serie
 

Seiten: 331
Genre: Liebe

Verlag: Lyx / Bastei Lübbe
Sprache: Deutsch
Übersetzer: Anita Nirschl

Es handelt sich um den ersten Teil der Dangerous-Royals-Reihe

dark mafiaprince
 
Inhalt: Alle fürchten die schlafenden Könige - und jetzt sind sie aufgewacht!
Aleksio Dragusha sollte die Welt zu Füßen liegen. Zusammen mit seinen Brüdern sollte er eines Tages über die Mafia in Chicago herrschen, doch stattdessen musste er mit neun Jahren hilflos mitansehen, wie seine Eltern ermordet und seine Brüder verschleppt werden. Getrieben von Rache hat er nur einen Wunsch: seine Brüder zu vereinen und sein rechtmäßiges Erbe anzutreten! Um den Mann zu stürzen, der ihm alles genommen hat, entführt er das Einzige, was Aldo Nikolla wichtig ist: Dessen Tochter Mira, Aleksios beste Freundin aus Kindertagen. Er ist fest entschlossen, sie zur Rettung seiner Brüder zu opfern, doch als sie sich nach all den Jahren wieder gegenüberstehen, ist da mehr als nur Vertrautheit in Miras Blick. Es ist ein Verlangen, so stark und unstillbar, dass ihm keiner von beiden standhalten kann ...
Quelle: Verlag Lyx / Bastei Lübbe

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Meine Meinung: Ich mag Geschichten mit düsteren Charakteren, Spannung und einer guten Portion knisternder Erotik. Dark Mafia Prince spielt im Milieu der Mafia. Aleksio Dragusha hat seine Eltern mit bereits neun Jahren verloren. Brutal wurden sie von Aldo Nikolla vor seinen Augen ermordet, einem vermeintlich guten Freund der Familie. Aleksios jüngere Brüder Victor und Kiro wurden entführt und weit voneinander entfernt untergebracht. Dass die drei sich wieder finden, wollen Nikolla und sein Clan mit allen Mitteln verhindern, denn es gibt eine Prophezeiung, die besagt, dass die drei Brüder zusammen unbesiegbar sind und sich das wiederholen werden, was ihren Eltern von Nikolla genommen wurde, die Vorherrschaft in Chicagos Untergrund. 

Vor einiger Zeit hat Aleksio bereits Victor aufgespürt. Nun wollen die beiden gemeinsam auch ihren jüngsten Bruder Kiro wiederfinden, was sich als äußerst schwierig erweist. Um an Hinweise zu gelangen, entführen sie mit ihrem Clan die Tochter von Aldo Nikolla. Mira war in Kindertagen eine enge Freundin von Aleksio und zwischen ihnen beginnt es schnell zu knistern. Die aufflammenden Gefühle behindern allerdings das Vorhaben der Dragusha-Brüder, Mira als Druckmittel gegen ihren Vater zu benutzen. 

Auch wenn Mira sich zu Aleksio ebenso hingezogen fühlt wie er sich zu ihr, versucht sie zu fliehen, was bald darauf ein großes und sehr gefährliches Chaos mit sich bringt. 

Hier hat mich eher der Inhalt als das Cover angesprochen, Bücher dieses Genres sehen meiner Meinung nach in der letzten Zeit recht ähnlich aus und so kann auch Dark Mafia Prince kaum hervorstechen. Das Buch lässt sich dank einer guten Portion Spannung und einem flüssigen Schreibstil gut lesen, ansonsten bin ich leider ein bisschen enttäuscht. Ich habe die Geschichte als recht oberflächlich empfunden und konnte auch die Gefühle zwischen den Figuren kaum nachvollziehen, da bei mir kein Funke übergesprungen ist. Ein bisschen kam mir das Ganze wie gewollt aber nicht so ganz gekonnt oder auch ausgefeilt vor, besonders die Liebes- und Erotik-Szenen hab ich als grob und abgehackt empfunden, sowas hab ich schon um ein vielfaches besser gelesen. 

Die beiden weiteren Teile der Reihe werden sich einmal hauptsächlich mit Victor befassen, den Bruder, den Aleksio bereits wieder gefunden hat, und Kiro, den man als Leser des ersten Buches noch nicht kennen gelernt hat, da die Suche nach ihm, trotz heißer Spur bisher erfolglos geblieben ist. Ich persönlich werde mich an dieser Stelle ausklinken, mich konnte Dark Mafia Prince zwar einigermaßen unterhalten, aber nicht so überzeugen, dass ich wissen möchte, wie es weitergeht mit den Dragusha-Brüdern. 


3star


 Am 4. Mai erscheint die Fortsetzung Wicked Mafia Prince, und am 1. Juni bereits der dritte und letzte Teil Wild Mafia Prince.
wicked mafiaprincewild mafiaprince


 Vielen Dank an
 vorablesen logo
für das Rezensionsexemplar!

Der letzte Überlebende von Sam Pivnik

Hardcover erschienen im März 2017
ISBN: 978-3-806-23478-7
Preis: 19,95 Euro
Einzelband
 

Seiten: 304
Genre: Wahre Geschichte

Verlag: Theiss
Sprache: Deutsch
Übersetzer: Ulrike Strerath-Bolz

Originaltitel: Survivor

der letzteueberlebende
 
Beschreibung: Holocaust-Überlebender Sam Pivnik lebte mit seiner Familie in einem oberschlesischen Städtchen, der Vater war Schneider und stopfte den Leuten die Hosen. Sam war gerade mal 13 Jahre alt, als die Nazis in Polen einmarschierten. Während das Städtchen ein Ghetto wurde, war der Junge, der damals noch »Szlamek« hieß, mittendrin. Er überlebte, auch den Todesmarsch nach Auschwitz, die Selektion durch Mengele, die Zwangsarbeit, den Schiffbruch auf der Cap Arcona. All das erlebte Sam in den kurzen Jahren seiner Kindheit und Jugend. Vierzehn Mal entging er dem Tod. Am Ende war er der einzige Überlebende seiner Familie.

Der Krieg ließ keine Möglichkeit, an ein Morgen zu denken. Und wen interessierte nach dem Krieg das Gestern? Am Ende seines unglaublichen Lebens gelingt es Pivnik, einem der letzten Überlebenden von Auschwitz, darüber zu sprechen.
Quelle: Verlag Theiss

Verlagseite des Buches

Meine Meinung: Ich habe selten ein Buch gelesen, welches mich so nachhaltig bewegen konnte. Sam Pivnik beschreibt die grausamen Jahre in der Gefangenschaft in Ausschwitz sehr objektiv und ohne viel Selbstmitleid, und trotzdem schreit die Gewalt und das Unerträgliche nur so aus den Seiten von Der letzte Überlebende. Meine Angst, dass das Buch recht "trocken" und somit zäh zu lesen ist, war gleich nach den ersten Seiten verflogen. Der Autor schreibt interessant und flüssig, und auch, wenn ich es mit Jahreszahlen und den vielen Ortsnamen nicht so habe, konnte ich dem Geschehen sehr gut folgen.

Ich wollte das Buch lesen, weil ich viel zu wenig über diese dunkle deutsche Vergangenheit weiß und der Meinung bin, dass sie nie vergessen werden darf. Natürlich sind wir eine andere Generation, aber dennoch gehört es nun mal zu Deutschland und ich kann es nicht hören, wenn mir jemand mal wieder sagt: "Das muss man doch jetzt langsam mal ruhen lassen." Nein, man darf es nicht ruhen lassen, schon gar nicht in einer Zeit, wo Flüchtlings-Unterkünfte angegriffen werden und Menschen wieder gehäuft wegen ihrer Herkunft oder Religion angegriffen werden. 

Sam Pivnik wurde 1926 in Polen, in der Stadt Bedzin geboren. Er ist Jude, sowie ein großer Teil der damaligen Einwohner. Anfangs spielt der Glaube seiner Familie in vielen Bereichen keine Rolle, Juden wie Nicht-Juden spielen gemeinsam im Garten Eden, wie sie ihr Viertel nennen. Als jedoch die Deutschen 1939 in Polen einmarschieren, ändert sich schnell das Leben der Juden. Nach Ausgrenzungen und Demütigungen werden sie schließlich 1943 deportiert und landen nach einer brutalen, und auszehrenden Reise in Ausschwitz-Birkenau, wo das Schlimmste erst beginnen soll. 

Ich war beim Lesen nahezu durchgehend entsetzt über die Vorgehensweise der Nazis. Natürlich weiß ich einiges darüber, was damals passiert ist. Erst im letzten Jahr habe ich die KZ-Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar besucht und bei einem sehr ausführlichen und interessanten Vortrag zugehört. Die Atmosphäre des Ortes auf dem Ettersberg hat mich sehr bedrückt und beeindruckt. Buchenwald wird dem Buch von Sam Pivnik übrigens ebenfalls erwähnt. Doch trotz allem Vorwissen war ich erneut schockiert, was Menschen anderen Menschen antun können, wozu sie in der Lage sind und das nur, weil jemand einer anderen Religion angehört. Kinder und Frauen wurden einfach so ins Gas geschickt und letztendlich viele Millionen Menschen für nichts und wieder nichts gequält und getötet. 

Nach der Ankunft in Ausschwitz wird auf der "Rampe" gleich selektiert. Der 17 jährige Sam verliert hier wahrscheinlich sofort seine Eltern und Geschwister, denn Frauen, Kinder und Männer, die zum Arbeiten nicht mehr zu taugen scheinen, werden ohne große Umwege in die Gaskammern geschickt. Von nun an werden die jüdischen Gefangenen schlechter wie Vieh behandelt, willkürlich wird brutal auf sie eingeschlagen, und bevor sie in ihre Unterkünfte gebracht werden, müssen sie sich einer weiteren, grausamen Prozedur unterziehen. Zuerst müssen sie eiskalt duschen, um sich danach nahezu sämtliche Körper-Behaarung wegscheren zu lassen, die dabei entstehenden Schnittwunden sollen noch längst nicht das Schlimmste sein. An dieser Stelle hätte ich heulen und das Buch an die Wand schmeißen können. Mir will einfach nicht in den Kopf, wie man Menschen so behandeln kann. Unendlich viele Juden, aber auch Nicht-Juden wurden wie Sam in KZs gesteckt, mussten grausame und unwürdige Behandlungen über sich ergehen lassen und körperliche Schwerstarbeit verrichten, ohne ausreichende Nahrung zu bekommen. Wer nicht mehr konnte wurde getötet, er war überflüssig. 

Sam Pivnik erzählt emotional, aber dennoch auch sehr gefasst über sein Schicksal im Konzentrationslager, bis er dieses 1945 verlassen hat. Nach dem sogenannten Todesmarsch, bei dem erneut viele Juden umgebracht wurden, bis hin zu einem kurzen Aufenthalt auf dem Schiff Cap Arcona, das von den Engländern in der Annahme bombardiert wurde, dass sich dort SS-Offiziere aufhalten würden, sollte Sam endlich frei sein. 

Sam Pivnik erzählt auch von der Zeit nach der Befreiung, von der Freiheit, sie sich zunächst sehr fremd anfühlt, Rachegelüste und von dem, was aus einigen Verantwortlichen geworden ist. Das Buch enthält einige geschichtliche Details und Fakten, die sehr interessant, erfreulich und erschütternd sind. 

Ich möchte dieses Buch jedem ans Herz legen, bitte denkt nicht, dass Ihr das nicht schon wieder durchkauen wollt, es ist eine wirklich sehr interessante Lebensgeschichte. Das Buch hat mich aufgewühlt, extrem wütend gemacht und an einigen Stellen kamen mir die Tränen, aber genauso soll es sein, die Millionen Juden haben es verdient gehört und nicht vergessen zu werden. Sam Pivnik gehört zu den immer weniger werdenden Überlebenden des Holocaust und erzählt seine eigenen Erfahrungen, die einen Ausschwitz und das Schicksal der Juden erschreckend nahe bringen. 

5star


Ich bedanke mich herzlich für dieses Rezensionsexemplar bei

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Insomnia von Jilliane Hoffman

Hardcover erschienen im Dezember 2016
ISBN: 978-3-805-25071-9
Preis: 19,95 Euro
auch erhältlich als eBook
Teil einer Serie
 

Seiten: 480
Genre: Thriller

Verlag: Wunderlich / rowohlt
Sprache: Deutsch
Übersetzer: Sophie Zeitz &
Stefanie Kremer

Originaltitel: The girl who cried monster

Es handelt sich um den zweiten Teil der Bobby Dees-Reihe


insomnia
 

Inhalt
: Sein Kopf fühlt sich an, als sei er in einen Schraubstock gezwängt. Er kann nicht essen, er kann nicht schlafen. Dann kehren die bösen Gedanken zurück. Und es gibt nur eines, was er tun kann, um sie loszuwerden ...
Verstört und mit Schnittwunden übersät taumelt Mallory Knight in eine Biker-Bar in Süd-Florida. Zwei Tage lang war die 17-jährige Schülerin spurlos verschwunden. Sie behauptet, dem „Hammermann“ entkommen zu sein, einem Serienkiller, der bereits über ein Dutzend Teenagermädchen entführt und mit seinen schrecklichen Werkzeugen zu Tode gequält hat. Aber als Special Agent Bobby Dees Mallory befragt, verstrickt sie sich in Widersprüche. Kurz darauf wird ein weiteres Mädchen vermisst, und Mallory muss erkennen, dass ihre Aussage fatale Folgen hat...
Quelle: Verlag Wunderlich / rowohlt

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Meine Meinung: Jilliane Hoffman gehört zu meinen Lieblings-Thriller-Autorinnen. Sobald ein Buch von ihr veröffentlicht wird dauert es nicht lange, bis auch ich es gelesen habe. Insomnia hat mir einmal mehr bestätigt, dass ich damit so schnell nicht aufhören werde. Bis jetzt war ich von keinem ihrer Bücher enttäuscht.

Insomnia hat alles, was ein guter Thriller für mich braucht: einen sehr flüssigen Schreibstil, starke Figuren, einen krassen Spannungsbogen, und für mich ganz wichtig: ich kann bis zur Auflösung meine eigenen Schlüsse ziehen. Es werden verschiedene Figuren beschrieben, bei denen ich gedanklich immer wieder überlege, ob und warum sie als Täter in Frage kommen können. Das Ende hat mir auch diesmal wieder gut gefallen, ein Showdown, mit dem ich so nicht unbedingt gerechnet habe, auch wenn ich den Täter tatsächlich zwischenzeitlich unter die Lupe genommen habe.

Auch, wenn ich von Kriminalarbeit überhaupt keine Ahnung habe finde ich, dass Jilliane Hoffman ihre Fälle sehr intelligent und spannend verstrickt, ohne, dass es zu kompliziert wird. Im Gegensatz zu manch anderen Thriller-Autoren habe ich bei ihr meistens das Gefühl, dass alle offenen Fragen beantwortet worden sind, und dass ich wirklich alles verstanden habe. 

Ich kann hier eine klare Lese-Empfehlung geben, wer Thriller mag, der sollte sich das neuste Werk von Jilliane Hoffman nicht entgehen lassen. Für mich ein richtiger Page-Turner, der erschreckt, entsetzt und wahnsinnig gut unterhält.

5star

Meer Liebe auf Sylt von Claudia Thesenfitz

Taschenbuch erschienen im März 2017
ISBN: 978-3-548-28847-5
Preis: 9,99 Euro
auch erhältlich als eBook
Einzelband
 

Seiten: 272
Genre: Belletristik

Verlag: Ullstein
Sprache: Deutsch



meer liebeaufsylt
 

Inhalt
: Um ihre Ehe zu retten, fliegt die 27-jährige Alexandra nach New York. Mutter Henrietta und Schwiegermutter Ulla sind sofort zur Stelle, um in einem Strandhaus auf Sylt auf die kleine Emma aufzupassen. Dumm nur, dass sich die beiden jungen Omas nicht ausstehen können. Ulla ist überzeugte Esoterikerin, Henrietta knallharte Karrierefrau. Bio contra Business, Eso contra Ellenbogen - zwei Welten prallen aufeinander. Als auch noch Alexandras kinderlose Schwester Jana zu Hilfe eilt, ist das Chaos perfekt. Das Leben der Frauen wird ordentlich durcheinandergerüttelt - und ist am Ende viel besser als vorher ...
Quelle: Ullstein Buchverlage

Verlagseite des Buches

Meine Meinung: Angezogen vom hübschen Cover und gelockt mit einer Geschichte, die an meiner geliebten Nordsee spielt, habe ich mich auf Meer Liebe auf Sylt sehr gefreut. 

Bei den ersten Beschreibungen von Ulla und Henrietta haben sich mir die Fußnägel hoch gebogen. Beide Frauen wurden absolut Klischee-beladen und etwas überzogen beschrieben. Henrietta ist die Chefredakteurin einer großen Frauenzeitschrift, fixiert auf ihre Karriere, modebewusst und immer uptodate. Zu ihren beiden Töchtern Jana und Alexandra hat sie schon immer ein etwas distanziertes Verhältnis, da sie einen Großteil ihrer Erziehung in andere Hände gelegt hat. Ihr Mann Bernd ist ihr Ruhepol, eher eine Figur im Hintergrund. Leidenschaft ist bei den dem langjährigen Ehepaar schon lange ein Fremdwort. Im Gegenzug dazu lebt Ulla, die Schwiegermutter von Henriettas Tochter Alexandra, ein völlig anderes, sehr entschleunigtes Leben. Ulla ist aus Leidenschaft Veganerin, betreibt Yoga und schmeißt mit Weisheiten um sich, bei denen sich Henrietta die Zeh-Nägel hochrollen, ebenso wie bei dem Anblick Ullas unrasierter Beine. 

Die beiden völlig verschiedenen Frauen reisen nach Sylt, um dort den zweiten Geburtstag ihrer gemeinsamen Enkeltochter Emma zu feiern. Doch die Feier wird ohne Alexandra stattfinden, die junge Frau reist ihrem Mann Marcus in die USA hinterher, um ihre Ehe zu retten. Die beiden Omas stehen vor vollendeten Tatsachen und müssen sich irgendwie mit der Situation abfinden. 

Ich hab mir den weiteren Verlauf der Geschichte ein bisschen heikler und bissiger vorgestellt, jedoch war schnell zu spüren, dass sich Ulla und Henrietta trotz ihrer völlig unterschiedlichen Charaktere langsam aber sicher annähern. Die beiden Frauen waren mir sehr schnell sympathisch, was ich mir nach dem Lesen der ersten Seiten gar nicht vorstellen konnte. Anstatt sich gegenseitig anzugreifen lassen beide Geduld und Verständnis walten und arrangieren sich recht gut mit der Situation. 

Später stößt auch noch Henriettas ältere Tochter Jana zu dem Frauen-Trio. Sie kommt extra von einer beruflichen Reise von Mallorca, um ihre Mutter zu vertreten, die wegen einem unvorhergesehenen Problem schnell in die Redaktion ihrer Zeitschrift eilen muss. 

Der kleine Mittelpunkt der Frauen ist die süße Emma, die mit ihrem niedlichen Gebrabbel und kindlichen Weisheiten die witzigen Schlag-Abtäusche ihrer Omas ergänzt. 

Meer LIebe auf Sylt ist für mich eine lustig-leichte Geschichte, ein Wohlfühl-Buch für alle, die die Nordsee lieben und sich von amüsanten Frauen-Geschichten gerne unterhalten lassen. Mir hat es Spaß gemacht die Geschehnisse zu verfolgen, dabei hab ich viel geschmunzelt und mir von der traumhaften Kulisse Appetit auf meinen nächsten Nordsee-Urlaub geholt. 

4star


Für dieses Rezensionsexemplar bedanke ich mich herzlich bei

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